Funktionen
Hier steht alles, was Nodvard Deck heute kann. Wo Beta dransteht, ist es noch nicht so lange erprobt wie der Rest.
Server und Proxmox
Jeder Server bekommt eine eigene Seite mit Zustand, Auslastung und Aktionen. Neue Server richtest du in der Oberfläche ein, auch nur mit Benutzer und Passwort. Ein Terminal brauchst du dafür nicht.
- CPU, RAM, Platten und Laufzeit live
- Betriebssystem, fehlgeschlagene Dienste und offene Updates per SSH
- Terminal und Dateimanager im Browser
- Proxmox: Knoten, VMs und LXC starten und stoppen, Konsole im Browser, Snapshots, Hardware und Speicher
- Festplatten-Zustand, ZFS und Temperatur der Proxmox-Knoten
Proxmox brauchst du nicht. Deck kommt auch mit einem Raspberry Pi, einem NAS oder ein paar Docker-Hosts klar.
Was auf deinen Servern landet: Kein Agent und kein eigener Dienst, Deck kommt per SSH. Für Aufgaben, die root brauchen, legt die Einrichtung ein paar kleine Hilfsskripte unter /usr/local/lib/nodvard-deck an. Deck ruft sie per sudo auf. Jedes kann nur seine festen Befehle und prüft selbst, was es bekommt. Was jedes Hilfsskript darf

Docker
Hier siehst du die Container all deiner Server zusammen, mit Zustand, Logs und Konsole. Stacks aus Compose-Dateien bedienst du als Ganzes.
- Starten, stoppen, neu starten, Logs mit Suche, Konsole und Details
- Image-Updates finden und einspielen. Das alte Image hebt Deck als Sicherung auf. Startet der neue Container nicht, geht Deck von selbst zurück. Nur bei Datenbanken macht es das nicht.
- Compose-Dateien als Text oder im Formular bearbeiten. Vor dem Speichern prüft Docker Compose die Datei auf dem Server.
- Neue Stacks anlegen, auch aus Vorlagen für Uptime Kuma, Vaultwarden, Nginx Proxy Manager und Gitea
- Ganze Stacks aktualisieren und zurück zur vorigen Version (Rollback), auf Wunsch mit Sicherung der Volumes vorher
- Stacks direkt aus einem Git-Repository holen. Vorher zeigt Deck dir, welche Dateien neu sind oder sich ändern. Auf Wunsch sichert es die Volumes, und mit „Zurück zum Stand davor“ kommst du wieder zum alten Stand. Zugänge für private Repositorys liegen im Tresor.
- Umzug aus Portainer. Deck nimmt Compose-Datei und Variablen mit, deine Volumes bleiben, wo sie sind
- Neu in 0.13: Netze anlegen, auf Wunsch nur intern, und Container verbinden oder trennen
- Neu in 0.13: Images per Name und Tag holen, private auch mit der Anmeldung unter Registries
- Neu in 0.13: Eigene Compose-Dateien als Vorlage speichern. Feste Passwörter und Tokens lehnt Deck dabei ab
- Neu in 0.13: Stacks aus Git nach Zeitplan auf einen neuen Stand prüfen, mit Nachricht
- Container nach Zustand, Status, CPU oder RAM sortieren
- Images, Volumes und Netze aufräumen

Nodvard Shield
Shield schaut regelmäßig auf deine Linux-Server und sagt dir, was es findet. Schadsoftware schiebt es ab Werk von selbst in die Quarantäne. Das lässt sich abschalten, dann entscheidest du jedes Mal selbst.
- Virenscan mit ClamAV als Schnellscan, Tiefenscan oder nach Zeitplan, mit Quarantäne
- Härtungs-Check mit Lynis
- Update-Zentrale mit den offenen Sicherheitsupdates je Server
- Einbruchschutz: ungewöhnliche SSH-Logins und offene Ports. Die von Fail2ban gesperrten Adressen je Server ansehen, entsperren oder eine Adresse von Hand sperren
- Datei-Wächter für wichtige Systemdateien
- Morgen-Briefing mit dem Stand der Nacht
- Auf Wunsch eine Fehleranalyse für abgestürzte Container über dein eigenes Ollama
ClamAV, Lynis oder Fail2ban fehlen noch? Dann installiert Shield sie per Knopf, sobald du es freigibst. Mit dem Hilfsskript oder sudo-Rechten auf dem Server sieht Shield am meisten.

Backups
Deck schaut, ob deine Backups wirklich laufen. Und sich selbst sichert es auch.
- Alle Proxmox-Backups in einer Liste, mit Warnung, wenn eins fehlt oder fehlgeschlagen ist
- Backup-Jobs anlegen und bearbeiten
- Eine VM oder einen LXC aus dem Backup als Kopie wiederherstellen, das Original bleibt unberührt
- Vor dem Update eines Stacks auf Wunsch die Docker-Volumes sichern
- Vor jedem Update von Deck eine Kopie der eigenen Datenbank, dazu eine Sicherung zum Herunterladen und Wiederherstellen

Apps
Eine Startseite für die Dienste in deinem Netz. Jede App bekommt eine Kachel mit Adresse und Symbol, und die Kacheln sortierst du in Ordner.
- Container mit Weboberfläche findet Deck auf deinen Docker-Servern von selbst
- Eigene Apps fügst du mit Adresse und Symbol hinzu
- Die Reihenfolge änderst du per Ziehen oder über das Menü der Kachel

Integrationen
Deck holt sich Zustand und Zahlen aus deinen Diensten und zeigt sie als Kachel und auf einer eigenen Seite. Meistens wird nur gelesen und nichts geändert. Nextcloud und ntfy laufen schon lange im Dauerbetrieb. Der Rest ist Beta, funktioniert also, ist aber noch nicht so lange erprobt.
Zusatz-Module, wenn du sie brauchst
Ab Werk sind alle aus, damit nichts herumsteht, was du nicht brauchst. Einschalten kannst du sie einzeln: Skripte für einen oder viele Server, auch nach Zeitplan, eine Ablage für Dokumente mit Texterkennung und Volltextsuche, ein Inventar, das dich vor dem Ende einer Garantie erinnert, und die Gameserver (Beta).
Tresor
Zugangsdaten für deine Server und Dienste speichert Deck verschlüsselt im Tresor.
- Für Passwörter, API-Tokens und SSH-Schlüssel
- Auf Wunsch erzeugt Deck für jeden Server einen eigenen SSH-Schlüssel. Der geheime Teil bleibt im Tresor.
- Geheime Werte in Skripten holt Deck erst beim Ausführen aus dem Tresor
- Jedes Modul kommt nur an die Zugangsdaten, für die es freigegeben ist
- Verschlüsselt mit Fernet (AES-128 im CBC-Modus mit HMAC-SHA256). Der Schlüssel liegt in einer eigenen Datei im Datenordner von Deck, nie in der Datenbank.
Hinweise zum sicheren Betrieb (Englisch). Das Wichtigste vorweg: Stell Deck nicht direkt ins Internet, und schalte für jedes Konto Zwei-Faktor ein.
Freigaben und Konten
Bevor Deck etwas ändert, fragt es nach, und jede Aktion trägt eine Stufe, die zeigt, wie riskant sie ist. Was ohne Rückfrage durchgehen darf, stellst du selbst ein, zum Beispiel über eine Sperrliste oder ein Wartungsfenster.
- Jede Aktion steht im Protokoll
- Benutzer mit Rollen und Rechten
- Anmeldung mit Zwei-Faktor-Code aus einer App
- Eine Bremse gegen Passwort-Raten bei der Anmeldung, und Updates per Knopf gibt es nur noch für signiert freigegebene Versionen
- Name, Logo und Farben von Deck kannst du selbst anpassen
- Neu in 0.13: Bei einer neuen Version von Deck steht, was sie bringt, etwa ein Sicherheitsupdate oder Fehlerbehebungen
Meldungen
In den Meldungen landet alles, worum du dich kümmern solltest, etwa eine volle Platte, ein fehlgeschlagenes Backup, offene Updates oder ein Fund von Shield.
- Push aufs Handy über ntfy, Telegram, Discord, Gotify, Pushover, Matrix, Slack, Mattermost oder eine eigene Apprise-API
- Für jeden Kanal eine eigene Mindest-Stufe
- Deck lässt sich als App auf den Startbildschirm des Handys legen
- Neu in 0.13: Am Handy stehen Listen als Karten statt als abgeschnittene Tabellen, etwa bei Docker, Shield und den Meldungen

Probier es mit Beispieldaten aus
Nach drei Befehlen läuft Deck. Mit den Beispieldaten siehst du dich erst mal um, bevor du deine eigenen Server einträgst. Die Bilder auf dieser Seite kommen übrigens auch daher.